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©ZF Friedrichshafen AG

Alles Elektrisch

Vom Zweirad bis zum Bus: ZF bietet für nahezu alle Fahrzeugsegmente elektrische Antriebslösungen. Vier Beispiele.

Text: Stefan Schrahe , 14. August, 2017

Stefan Schrahe schreibt seit drei Jahrzehnten über alles, was vier Räder hat. Privat bewegt er sich gerne auf Zweirädern – auch da am liebsten motorisiert.

Vision Zero – das ist für ZF mehr als nur eine Welt ohne Unfälle. Denn ZF leitet aus der „Null“ noch einen zusätzlichen, ebenso ehrgeizigen Anspruch ab: eine Welt, in der Fahrzeuge keine Emissionen mehr verursachen. Zu erreichen ist dieses Ziel nur, wenn alle Transportmittel elektrisch unterwegs sind. Und deshalb bietet ZF in nahezu allen Segmenten Lösungen für elektrische Antriebe – von der innerstädtischen Mikromobilität mit Zweirädern bis hin zu Antriebslösungen für Elektrobusse. Vier Beispiele:

1. Kooperation zur Entwicklung von Kleinstfahrzeugen

Um den wachsenden Markt der Elektromobilität und Kleinstfahrzeuge mitzugestalten, plant ZF eine Kooperation mit den Unternehmen Magura, BrakeForceOne (BFO) und Unicorn Energy. „Damit haben wir uns vorgenommen, die Elektromobilität im Segment der Mikromobilität mit zwei, drei und vier Rädern neu zu definieren“, sagt ZF-CEO Stefan Sommer.

„Kein anderer Zulieferer bietet seinen Kunden so viele Lösungen für Elektromobilität aus einer Hand wie ZF.“

Jörg Grotendorst, Leiter der ZF Division E-Mobility

2. People und Cargo Mover

Autonome, vernetzte und damit hochflexible E-Shuttle-Fahrzeuge werden in den Ballungszentren der Zukunft immer wichtiger. Deshalb arbeitet ZF an einem Joint Venture mit der e.GO Mobile AG. Ziel des neuen Gemeinschaftsunternehmens „e.GO Moove“ mit Sitz in Aachen ist, einen autonomen People und Cargo Mover zu entwickeln, zu produzieren und zu vertreiben.

3. mSTARS ist der neue ZF-Star

Ein weiteres Highlight ist der neue, modulare mSTARS-Hinterachsbaukasten (modular Semi-Trailing Arm Rear Suspension). Eine elektrische Maschine, Getriebe, Differenzial und Leistungselektronik finden Platz in dem neuen Modul mit Mehrlenker-Hinterachse. „Mit mSTARS können unsere Kunden mit nur einer Karosserievariante variabel auf verschiedene Marktanforderungen reagieren. Ob als Hybrid-, Brennstoffzellen- oder batteriebetriebenes Fahrzeug sowie als konventionelles Allradmodul“, sagt Dr. Holger Klein, Leiter der Division Pkw-Fahrwerktechnik. ZF hat die Achse bereits in sein Vision Zero Vehicle eingebaut und zeigt, wie schnell der Wechsel zu leistungsfähigen Elektro- oder Hybridautos funktionieren kann. Mit 150 Kilowatt (entspricht rund 204 PS) bietet die elektrische Maschine mehr als ausreichend Leistung für alle Anforderungen des Automobilalltags – und das lokal emissionsfrei.

Die mSTARS integriert E-Maschine, Getriebe, Differenzial und Leistungselektronik.

4. E-Antrieb für Stadtbusse

Für den Antrieb von Bussen bietet ZF die elektrische Portalachse AVE 130 an. Zwei wassergekühlte Asynchronmotoren sitzen an jedem Rad. Das maximale Drehmoment beträgt aus dem Stand zweimal 485 Newtonmeter. Wegen des Übersetzungsverhältnisses liegt an den Rädern sogar ein Abtriebsmoment von zwei mal 11.000 Newtonmeter an – das bietet derzeit kein anderer E-Antrieb für Stadtbusse. Die enorme Zugkraft reicht aus, um sogar voll beladene Gelenkbusse mit nur einer elektrischen Antriebsachse anzutreiben.

Die elektrische Portalachse AVE 130 mit zwei wasssergekühlten Asynchronmotoren.